Wie das Heu zum Pferd kommt

Futterlogistik: Bei dem Logistiker FJW dreht sich alles um Stroh. Damit beim Beliefern der Tierställe alles klappt, setzt das Unternehmen auf die Telematik von PTC GPS-Services GmbH.

Ob als Einstreu für Pferdeboxen, Rindvieh- oder Geflügelställe oder als Futter – der Logistiker FJW Agrarhandel aus Alfhausen liefert jegliche Arten von Heu und Stroh. „Und das deutschlandweit sowie ins benachbarte Ausland“, berichtet  FJW-Geschäftsführer Franz Josef Weßling im Gespräch mit trans aktuell.

Anders als bei vielen Logistik-Kollegen in andern Branchen startet seine Disposition meist wesentlich früher, nämlich noch vor der Ernte. „nur vor der Ernte bestelltes Stroh wird zum Festpreis geliefert. Danach geht es zum Marktpreis, der zum Teil erheblich über dem Vertragspreis liegt“, erklärt Weßling.

Bis zu 20 Tonnen Heu oder Stroh liefert FJW mit einer Lkw-Ladung beim Kunden ab. Zum Einsatz kommen dabei insgesamt acht 40-Tonner – genauer gesagt Sattelzüge mit Pritschenaufliegern.

Zwar vergibt das Unternehmen zumindest momentan keine Transportaufträge über die Frachtenbörse Timocom, dennoch nutzt der Logistiker die Schnittstelle zu deren Tracking-Plattform TC E-Map. Denn die ermöglicht es sowohl FJW als auch deren Kunden abzuschätzen, wann ein Fahrzeug mit der Ware eintrifft. „Das ist für beide Seiten von Vorteil, weil Anfragen nach der augenblicklichen Position und der voraussichtlichen Ankunftszeit entfallen“, erklärt Weßling. Wobei auch die Lösung von PTC GPS über eine Echtzeit-Fahrzeugortung verfügt. So ist es den FJW-Mitarbeitern aus diesem System möglich, den Kunden über das Eintreffen seiner Bestellung zu informieren. Dabei genügt ein Blick ins Online-Portal des Telematikanbieters. Darüber hinaus ist es möglich, dem Kunden einen eingeschränkten Zugang zu dem webbasierten Portal einzurichten, damit er dort die für ihn relevanten Informationen einsehen kann.

Bei FJW läuft zudem die Tourenplanung nebst Routenauswertung, der sogenannte PTC-Routenplaner. Damit lassen sich alle Strecken von A nach B planen – bis hin zu mehreren Wegpunkten. „Dafür müssen wir im PTC-Online-Portal nur eine Adresse eingeben, eine vorher abgespeicherte Adresse anklicken oder aber den Standort eines unserer Fahrzeuge auswählen“, erklärt Weßling. Einmal gespeicherte Routen lassen sich dann jederzeit erneut nutzen.

Auch für den Pannenfall ist man bei FJW dank der Telematik gerüstet. „Hat etwa ein Lkw einen Defekt, können wir anhand der Nächstensuche ermitteln, wo die nächste Werkstatt ist“, erläutert Weßling. Des Weiteren können die zurückgelegten Routen eingesehen werden. So lassen sich Soll- und Ist-Touren miteinander vergleichen. Anhand dieser Daten erstellt die Telematiklösung von PTC GPS-Services dann entsprechende Berichte inklusive Routennachweis.

Nicht alle Funktionalitäten der PTC-Telematik-Lösungen kommen bei FJW zum Einsatz. Das ist zum einen die elektronische Führerscheinkontrolle. Hierfür wird ein RFID-Chip auf den Führerschein des Fahrers geklebt, mit dem er sich vor Fahrtantritt identifiziert. Außerdem bietet das System die Möglichkeit, die Fahrt- und Einsatzzeiten zu erfassen. Durch zusätzliche Sensoren, etwa an der Ladeklappe, können die hier sogar tatsächlich ausgeführten Tätigkeiten überwacht werden.

In Sachen Diebstahlsicherung verlassen sich die Entwickler von PTC GPS übrigens nicht nur auf das Ortungssignal, welches an die Polizei weitergegeben werden kann. Darüber hinaus gibt es eine Schaltung, die unabhängig von der Fahrzeugelektronik und der werkseitigen Wegfahrsperre funktioniert. Mithilfe der PTC GPS-App kann das Fahrzeug außerdem im Falle eines Diebstahls aus der Ferne lahmgelegt werden. Da diese Funktion allerdings nur bei hochwertigen Transportgütern Sinn macht, kommt dieses Modul bei FJW nicht zum Einsatz. „Dafür aber die Elemente, die zu unserem Geschäftsmodell passen“, sagt Weßling. ;Eine modulare Auswahl, die letztlich Kosten spart.

Redakteur: Carsten Nallinger

Quelle: trans aktuell – HEFT 06/2015

FJW Agrarhandel mit Sitz in Alfhausen ist ein Logistikunternehmen, das mit Planfahrzeugen Agrargüter wie Stroh und Heu für Nutztiere transportiert. Geschäftsführer Franz Josef Weßling kennt die Branche, verkauft und vermietet er doch auch Nutzfahrzeuge sowie Spezialmaschinen für die Strohbergung.

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